Wie versprochen erscheint die heutige Episode früher als zum gewohnten Termin. Als Fortsetzung zur Episode 88 – Kommunikationsstile, folgen nun die Analysen, Trigger und Tipps zu den Kommunikationstypen der eher kontrollierten Dimension.

Kommunikationsstile

Analyzer

Hier sind die Dimensionen kontrolliert/fragend tragend. Analyzer reden mit ruhiger, leiser Stimme. Sie fragen, um Informationen zu bekommen, die sie benötigen, um ständig kalkulieren zu können. Meist handeln Analyzer auf Grund dessen weniger emotional.

Trigger

Wenn Analyzer Ziele durchsetzen, dann akurat. Deswegen bedarf es für diesen Kommunikationstyp auch konkreter und vor allem sachlicher Ziele. Analyzer wollen möglichst viele Fakten bedenken, um zu einer logischen Schlussfolgerung zu kommen. Geben Sie diesen Menschen ihre Informationen.

Position

In Meetings sind sie besonders gut als Berater, wenn man ihnen kurz Zeit lässt, um Punkte aufzuzeigen, die bis dahin noch nicht bedacht wurden.

Analyzer mögen Gewohnheitsarbeit, weil sie diese Bereiche perfektionieren können. Neuigkeiten könnten dahingegen Stress bedeuten, sofern nicht viele Informationen über diese Tätigkeit vorliegen. Als Führungskraft von Analytikern funktioniert der Analyzer hervorragend, ansonsten gern mit Relatern, die die emotionale Schiene des Teams bedienen.

Director

Der Director findet sich in den Dimensionen kontrolliert/sagend.

Sein Handeln hat eines zum Ziel: Wirksamkeit. Ebenso sachlich ist sein Kommunikationsstil und logisch seine Argumentationen. Mit emotionalem Klimmbimm kann der Director hingegen wenig anfangen.

Trigger

Ähnlich wie den Analyzer, locken Sie den Director mit faktischem Wissen aus der Reserve. Können ist ihm weitaus wichiger als Spaß, wenn es um Arbeit geht.

Der Director lässt sich weder leicht von seinem Standpunkt abbringen, noch neigt er zu emotionalen Ausbrüchen. Er könnte allerdings in zwei Situationen gehörig an die Decke gehen: 1. Bei Zurückweisung seiner Argumente und damit Nichtfolgen seines logischen Denkweges. 2. Wenn Sie nicht auf Augenhöhe, sondern von oben herab mit ihm kommunizieren. Beweisen Sie Ihre Kompetenz, dann wird er Ihnen vertrauen.

Position

Director wollen Ihre Ziele ohne große Rücksicht auf Verluste erreichen. Das macht sie zu den stringentesten Projektmanagern überhaupt - besonders zu jenen, die man ruft, wenn alles zu scheitern droht. Als Führungskraft ist ein Gegenpol der emotionalen Koordinaten von Vorteil.

Den Kommunikationsstil Ihres Gegenübers können Sie nur sehen, wenn der Gesprächspartner sein wahres Gesicht zeigt. Nervosität und Unwohlsein verschleiern die Reaktionen von Menschen zu sehr, als dass sie diese auf reale Situationen im Arbeitsleben übertragen könnten. Nehmen Sie sich also Zeit und führen Sie auch mal völlig belanglose Konversationen, um Mitarbeiter auch weitergehend einschätzen zu können. Dieser Ratschlag gilt vor allem für Führungskräfte, die Bewerbungsgespräche führen und ihr Team optimal besetzen möchten.

Als Führungskraft sollten Sie Ihren Standardstil auf jeden Fall kennen, damit Sie sich von diesem Standpunkt aus flexibel verhalten können.

Meiner Meinung nach ist jeder Mensch, unabhängig davon, welchem Kommunikationstypen er angehört, dazu in der Lage, andere Stile zu übernehmen oder zu imitieren. Verhalten ist nunmal erlernbar und veränderbar.

 

Das war die Doppelfolge zum Thema Kommunikationsstile. Beobachten Sie Ihre Mitmenschen genauer und werden Sie immer besser darin, die Kommunikationsstile Ihrer gegenüber zu erkennen. Und entsprechend zu nutzen.

Neben der vorherigen Episode gibt es noch eine weitere Episode.

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Haben Sie weiterhin eine kommunikationsflexible Woche

Ihr OLAF DAMMANN

Nächsten Montag geht es wie gewohnt für Sie weiter. Das heißt – eigentlich gar nicht wie gewohnt. Es erwartet Sie eine neue Reihe:

Der LEADERSTALK

Für diese sechs Episoden habe ich mich im Vorfeld mit keinem geringeren als Bernd Geropp unterhalten. Ich freue mich auf Sie als Zuhörer!