In der ersten Episode zum Ziele-Theater hat die Geschäftsführung ihr Fett wegbekommen. Jetzt ist das mittlere Management an der Reihe. Denn ein nicht zu unterschätzender Grund, warum das mit den Zielen in so vielen Unternehmen so schlecht läuft, sitzt genau eine Ebene tiefer: bei Ihnen.
Grund 1: 10 Prozent für alle
Von oben kommt das Ziel: 10 Prozent. Was macht die Standardführungskraft? Kosten-Nutzen-Abwägung. Wenn alle meine Leute das Ziel bekommen und erfüllen, habe ich kein Geheule, kein Gejammer, kein Geflenne. Auszahlen, fertig. Und für Kalle und Atze, denen 10 Prozent zu hart sind, geht es noch mal zum Chef, ein bisschen quengeln, und heraus kommen 5 Prozent. Wer jetzt sagt, das habe er noch nie gemacht, werfe den ersten Stein.
Grund 2: Belästigt von Zielen
Zweite Spielart, ähnliches Ergebnis. Die harte Führungskraft im Graben am Kunden fühlt sich von Zielen belästigt. Das Tagesgeschäft brennt, 200 Stunden am Tag, mindestens. Und jetzt noch Ziele obendrauf? Die Rechnung dahinter: Januar und Februar überleben, ab März spricht ohnehin keiner mehr darüber. Beide Varianten bestätigen übrigens exakt die blöden Annahmen, die die Geschäftsführung in Teil 1 über Sie im Kopf hatte.
Grund 3: Wird ja eh ausbezahlt
Mein Lieblingshasspunkt. In manchen Organisationen wissen alle seid Jahren: Völlig egal, was auf dem Wisch steht, am Ende kommt der Brief, die Geschäftsleitung zahlt jedem 100 Prozent aus. Dann ist das Zielegespräch nur noch das 14. Monatsgehalt, und die Einladung dazu verhallt ungehört. Ich nenne das Ziele-Schmieren-Theater, weil das Gelaber von HR sowieso nicht am Betriebsrat vorbeikommt. In so einer Organisation ist alles falsch gemacht worden, und es gibt quasi keine Rettung mehr.
TEAM ZIELE CHALLENGE
Die jetzt anstehenden Jahreszielgespräche lösen bei vielen schlechte Gefühle aus: Nutzlos, keine Erfahrung, herumgezanke mit den Leuten.
Das geht besser!
Wie? Das zeige ich Ihren gern in der kostenlosen
Team Ziele Challenge
Ich zeige Ihnen einen nachweislich wirksamen Zieleprozess und fordere Sie heraus, bis ENDE JANUAR die Zielvereinbarungen mit Ihrem Team fix und fertig zu haben.
Sie wollen als Erster abgeben. Sie werden die richtigen Fragen beim Chef platziert haben. Ihre Leute werden verstanden haben, was das alles soll und Sie werden deutlich weniger kontrollieren müssen.
Das eigene Grab
Der böseste Punkt: Der Head of Reisekostenabrechnung liest in seinem Ziel, er solle das interne Unternehmen unterstützen, welches seine Abteilung durch einen KI-Prompt ersetzt. Wenn Ihr Job ein Prompt ist, sind Sie arbeitslos, und das wussten Sie vorher. So weit muss es gar nicht kommen. Es reicht schon der Gedanke, das man bei Zielerreichung einen Minion abgeben muss oder eine Parkplatzreihe weiter hinten parkt. Die Dämonen auf der Schulter flüstern von Machtverlust, und schon wird das Ziel leise torpediert.
Machen Sie erste Klasse draus
Sie sind an einer Führungsposition. Was Sie von oben selbst inakzeptabel finden, ungefiltert nach unten durchzureichen, lasse ich nicht durchgehen. Das ist Verantwortung. Müssen Sie nach oben ein bescheuertes Ziele-Theater aushalten? Na und. Cappuccino☕ nehmen, zwei Stunden extra auf den Ziele-Prozess schreiben, und mit der eigenen Crew richtig machen.
Richtig machen heißt zum Beispiel Team-Ziele-Challenge. Der Prozess ist rund gefeilt, funktioniert an allen Ecken und Enden, und alle Tricks und Kinken werden offengelegt. Erst heulen die Leute, dann machen sie mit, und ein Jahr später sind die Ziele erreicht.
Zielvereinbarungen, gerne bonusbewertet, sind eines der schärfsten Schwerter, die Sie haben. Schleifen Sie es nicht über den Boden, führen Sie es ins Gefecht. Sie würden sich wundern, wie geil Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter performen, wenn sie endlich anspruchsvolle Ziele bekommen, die den Begriff wert sind.
Bleiben Sie in Führung
Ihr Olaf Kapinski 🙂