621G Zieletheater 1: Plus zehn Prozent. Hat letztes Jahr ja auch geklappt.

Jedes Jahr dasselbe Schauspiel: Die Geschäftsführung verkündet feierlich die Unternehmensziele, und am Ende steht wieder 10 Prozent mehr auf dem Papier. In dieser ersten Episode der Doppelfolge schlüpfe ich in die Perspektive der Geschäftsführung und liefere fünf Gründe, warum aus gut gemeinten Zielen so oft Zieletheater wird. Ironisch zugespitzt, aber mit wahrem Kern.

Grund 1: Es hat ja letztes Jahr geklappt

Gar nicht boshaft gemeint: Wenn das letzte Jahr funktioniert hat, warum etwas ändern? Der Geschäftsführer hat seine Leute über Jahre genau so erzogen, Zahlen liefern, Ruhe bewahren. Also heißt es wieder: 10 Prozent mehr. Bequem, vertraut, fantasielos.

Grund 2: Die Vision verhungert im Konferenzraum

Der Geschäftsführer hat verstanden, dass er eine Vision braucht. Also ab in den großen Konferenzraum, vier Stunden allein mit tollen Flipchats und Post-its. Heraus kommt: Wir müssen wachsen, und auf dem zweiten Zettel steht irgendwas mit KI. Ergebnis: Machen wir wie letztes Jahr.

Grund 3: Das rafft doch ‘eh keiner

Das Gegenextrem: Der Chef hat eine echte Vision, Weltherrschaft, mindestens das Universum. Doch statt sie zu teilen, denkt er: Das verstehen die alle nicht. Seine Hauptabteilungsleiter halten die Produktion am Laufen, und das ist gut so. Genau hier hilft das Cynefin Framework: Für unterschiedliche Aufgaben braucht es unterschiedliche Menschen. Mit einem Head of Production, der dafür inzentiviert ist, dass heute exakt das gelingt, was gestern funktioniert hat, sprechen Sie nicht über Visionen. Sich die Welt schön denken, das dürfen Sie gern mit anderen Köpfen am Tisch tun.

 

TEAM ZIELE CHALLENGE

Die jetzt anstehenden Jahreszielgespräche lösen bei vielen schlechte Gefühle aus: Nutzlos, keine Erfahrung, herumgezanke mit den Leuten.

Das geht besser!

Wie? Das zeige ich Ihren gern in der kostenlosen

Team Ziele Challenge

Ich zeige Ihnen einen nachweislich wirksamen Zieleprozess und fordere Sie heraus, bis ENDE JANUAR die Zielvereinbarungen mit Ihrem Team fix und fertig zu haben.

Sie wollen als Erster abgeben. Sie werden die richtigen Fragen beim Chef platziert haben. Ihre Leute werden verstanden haben, was das alles soll und Sie werden deutlich weniger kontrollieren müssen.

 

Grund 4: Messbar schlägt beobachtbar

Die wirklich wichtigen Dinge lassen sich beobachten, kaum aber messen. Wie gut ist Ihre Ehe? Beobachten können Sie das, messen wird schwierg. Doch sobald Betriebsrat oder Mitarbeiter Willkür rufen, knickt manche Geschäftsführung ein: Fasst mich an die Füße, wieder 10 Prozent mehr. Dabei lässt sich der Weg zu etwas ganz Neuem am Anfang oft nur beobachten, die Zahlen kommen später.

Grund 5: Der böse Gedanke zum Schluss

KI macht ohnehin alles neu. Würde ich meinen Laden heute noch einmal genauso aufstellen? Nein. Und die Leute, die nicht mehr dazu passen, bekomme ich in Deutschland nur mit viel Tanz aus dem Unternehmen. Also: 20 Prozent mehr, in der Hoffnung, dass die Lulis von selbst gehen. Wer bleibt, baut den neuen Laden. Überspitzt? Vielleicht. Undenkbar? Leider nicht.

Raus aus dem Zieletheater

Kein Geschäftsführer würde einen dieser Gründe offen zugeben. Genau deshalb lohnt der ehrliche Blick dahinter. Wenn Sie für 2026 Ziele wollen, die wirklich tragen, kommen Sie zur Teamziele-Challenge von LEBEN-FÜHREN: kostenlos, Start der Vorarbeit am 24. November, und am Ende stehen bis Ende Januar unterschriebene, mit allen Beteiligten abgestimmte Ziele. Und in der nächsten Episode schauen wir uns mal die Motive des Management an.

 

Bleiben Sie in Führung
Ihr Olaf Kapinski 🙂