Schön, dass Sie da sind! Vorab ein paar gute Nachrichten meinerseits:

  1. Ich arbeite an meinen Projekten für den Sommer diesen Jahres! An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meine jetzigen Abonnenten für Ihren Input.
  2. Auch, wenn Sie noch nicht Abonnent sind, können Sie sich jetzt in der Sidebar anmelden, um auch backstage dabei zu sein. Ich freue mich auf Ihre Ideen und Nachrichten.
  3. Ich wurde zum Interview geladen! Und zwar für den Podcast von Stefan Mantel, der als Supervisor und Coach für erfolgreiche Kommunikation tätig ist. Dort ging es um... genau: Ziele. Viel Spaß!

 

Und nun zum heutigen Thema. Ich habe Holger Fassbender eingeladen, der eine tolle Geschichte mit Ihnen zu teilen hat. Holger ist Führungskraft von acht Mitarbeitern in einem mittelständischen Unternehmen und hat an der Teamziele-Challenge teilgenommen. Danke, lieber Holger, für deine Erfolgsgeschichte!

Die Visionen in der Praxis...

Holgers Firma arbeitete an einer Firmenvision, die eines Tages präsentiert werden sollte. Dieses "eines Tages" verschob sich um eine (un)gewisse Zeit, die Einladungen der Mitarbeiter waren lückenhaft und die letztendliche Terminierung gänzlich unpassend. Ganz zu Schweigen von der unmotivierten Vortragsweise. Sie können sich vorstellen, was das Ergebnis einer solchen Visionspräsentation ist: Gar nichts. Im schlimmsten Falle sogar noch unmotiviertere Mitarbeiter, die absolut keinen Bock auf Kommunikation mit diesen elitären Visionsschöpfern haben. Das Grauen jeder Führungskraft.

Holger hat es geschafft, diesen Riesenpatzer wieder gut zu machen und sein Team von acht Mitarbeitern wieder abzuholen. Und dabei ist etwas spannendes passiert.

Hier nochmal die Basics für Visionen und deren Präsentation in der Praxis und der Kleinkram, der Holger zum Erfolg geführt hat.

 

Die richtigen Ziele

In der Teamziele-Challange hat Holger die Firmenvision mit handfesteren Zielen klarer gestaltet. Thema heute sind nicht die Ziele selbst, sondern die Form von Zielen: konkret, handfest, heruntergebrochen auf Schritte, die zum großen Ganzen führen.

Die richtige Einladung

Bitte, bitte vergessen Sie niemanden, wenn Sie zu einer solchen Präsentation von Visionen einladen. Das ist nicht nur peinlich, sondern vermittelt den Vergessenen auch das Gefühl von Überflüssigkeit. Planen Sie weit im Voraus, sodass sich jeder Mitarbeiter darauf vorbereiten kann. Einladungen per E-Mail wirken persönlicher als ein kahler DIN A4- Zettel am Eingang des Bürogebäudes.

Die richtige Terminierung

Ein Termin NACH der regulären Arbeitszeit hat den Beigeschmack von Nachsitzen, Investition von zusätzlicher Zeit, lagert die Thematik aus und macht den Anschein, dass dieses Meeting nichts mit dem Arbeitsalltag zu tun hat. Genau das wollen Sie nicht. Visionen sind ein zentraler Punkt und das Reden über diese Thematik braucht wache Köpfe und keine Feierabendstimmung.

Die richtige Präsentation

Natürlich können Sie dabei das Abstraktum von Firmenphilosophie als Einstiegspunkt vortragen. Viel wichtiger ist Ihrem Team allerdings, wie es konrekt zu diesem Ziel beitragen kann. Das heißt, brechen Sie große Visionen unbedingt runter. Was kann jeder, oder gerade Ihre Abteilung, dazu beitragen?

Die richtige Vortragsweise

Im Zentrum steht Glaubhaftigkeit. Ihr Team wird Ihnen nicht folgen, wenn Sie ein Schauspiel vorführen. Wenn Sie nicht hinter Ihren Ideen stehen, brauchen Sie gar nicht mit Mitarbeitermotivation zu beginnen. Treten Sie also selbstbewusst und "echt" auf und zeigen Sie offen die Begeisterung für Ihre Idee der Firma.

Die üblichen have to's wie sich dem Publikum zuwenden, deutliche Artikulation und co. lasse ich an dieser Stelle aus.

Die richtige Diskussion

Im Optimalfall ergibt sich die anschließende oder auch während der Präsentation entstehende Diskussion von selbst. Auch wenn sie bei einem empörten "Das ist unmöglich!" startet, kann sie zu einem "Hmmmm, aber wie könnten wir es schaffen?" führen. Holen Sie Ihr Team ab und überlegen Sie gemeinsam an Lösungswegen. Meistens wissen Ihre Mitarbeiter viel genauer, wo in der Praxis der Schuh drückt. Ernstgenommene Menschen arbeiten engagierter.

Das richtige Forum für weitere Gespräche

Ein einmaliges Besprechen von Team-Zielen ist Unsinn. Halten Sie die Kommunikation unbedingt aufrecht, damit jedes Teammitglied seine handfesten Ziele im Arbeitsalltag nicht aus den Augen verliert. Aber Achtung: Machen Sie keine Mitarbeitergespräche! Wenn Sie jetzt empört sind, warten Sie bis zur nächsten Episode 🙂

 

 

Haben Sie eine wunderschöne Woche!

Ihr OLAF DAMMANN