Willkommen zu einer neuen Episode im LEBEN-FÜHREN Podcast. Heute geht es darum, warum Führungskräfte konfliktscheu sind.

Ich sehe tatsächliche viele Führungskräfte, die konfliktscheu sind. Mir geht es um folgende Situation: Sie haben einen Mitarbeiter, der nicht tut, was Sie sich wünschen. Es geht nicht darum, dass der Mitarbeiter etwas komplett Falsches erledigt hat. Es geht mehr darum, dass Sie sich etwas (ein bisschen) anderes gewünscht hätten. 

Zum Beispiel:

Der Mitarbeiter ist dazu aufgefordert, die Ziele aufzuschreiben und der Führungskraft zu überreichen. Sie erhalten folglich eine PowePoint Präsentation, allerdings handelt es sich dabei um eine Microsoft Standardvorlage. Kurzum: Der Inhalt ist ok - aber die Darreichungsform passt nicht. Es gibt einige Führungskräfte, die sich über so etwas ärgern. Gleichzeitig sind sie vieeeeel zu beschäftigt, um dieses Thema einfach mal anzusprechen. Es gibt Führungskräfte, die es leid sind, mit dem Mitarbeiter zu reden: Wenn sie dem Mitarbeiter sagt, dass solche Aufgaben bitte in Firmenpräsentationen abgegeben werden sollten, dann folgt eine endlose Diskussion. Warum, weshalb und wieso, der Mitarbeiter die Entscheidung traf, die er getroffen hat. In solchen Fällen gibt es also häufig eine endlose Diskussion oder eine unangenehme Situation, in der sich Führungskräfte und Mitarbeiter annerven. 

Was ist der Auftrag einer Führungskraft?

Der Job der Führungskraft ist es, dass der Mitarbeiter immer nützlicher für die Organisation wird. Das bedeutet auch: Mitarbeiter, die Spaß an der Arbeit haben, sind nützlicher. Also kurzum: Der Mitarbeiter soll besser werden und das wiederum ist sein Verhalten. Klar gibt es hierbei Grenzen und gleichzeitig doch keine. Welche Gesinnung Ihr Mitarbeiter hat: Ob sexuell oder politisch, geht Sie nichts an, es sei denn, das beeinträchtigt die Arbeit in der Organisation. Ich hab dazu mal eine Episode veröffentlicht: LEBEN-FÜHREN Episode 006 - Wie weit können wir uns verändern. Nach Diltz gibt es mehrere Schichten:  Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Glaubenssätze, Identität und Spiritualität.

Vergessen Sie alles, was Sie zum Thema Feedback glauben

Sie kennen vielleicht dieses Autofahren Beispiel: Egal wie grade die Straße ist, Sie justieren immer nach. Zurück zur Firma: Eine Führungskraft, die schon länger dabei ist, macht sich Notizen und es gibt die, die Ärger aufstauen. Die Idee von Feedback ist es, dass Sie permanent Ihren Mitarbeitern Feedback geben. Ich habe Feedback noch nie als funktionierendes Werkzeug gehört.

Wie hätten Sie denn gerne Feedback?

Hätten Sie gerne Feedback mit einer Ankündigung von drei Tagen? Im Chefbüro und die Türen verschlossen. Können Sie sich das  vorstellen?

Do’s von Feedback:

  • Entspannt
  • Kurz
  • Oft
  • Erwünscht
  • Neutral
  • Vorbereitet
  • Unmittelbar

Don’ts von Feedback:

  • Gegenteilig von den Do’s
  • mit Termin
  • im Büro
  • interpretierend, bewertend oder gar beschuldigend
  • sanktionierend
  • angriffig
  • Rache (Machtdemonstration)
  • Warum?

Wie Sie mit Situationen umgehen, die Ihnen nicht passen, hören Sie in dieser Episode!

Ihr OLAF KAPINSKI