Laptop im Meeting war gestern. Also für mich gestern. Für andere heute. Was soll's. Heute erzähle ich über mein wichtigstes Arbeitsgerät – mein Filofax!

Problem

Zu viel "Kram" im Kopf? Ich denke, das kennen Sie auch. Ob es nun Aufgaben sind, Ideen, Gedanken, Lösungswege, Strategien, Projekte - all das sucht sich einen Platz in den Windungen Ihres Gedächtnisses. Und bleibt dann dort, denn wo soll es auch hin? So entstehen überlastete Köpfe.

Ziel

Zum freien Denken braucht es Platz und die Konzentration auf das im Moment Wesentliche, ich nenne es Brain Space. All die Dinge, die wichtig sind, sind nicht in jedem Augenblick wichtig, weswegen man sie zunächst woanders lagern kann, damit sie diesen Brain Space nicht beanspruchen.

Abgesehen davon ist es auch für mich persönlich angenehmer, wenn ich das Gefühl von Überladenheit ablegen kann.

Lösung

Für mich ist die Lösung eindeutig. Ich möchte das, was nicht akut in meinem Kopf sein muss, auslagern. Aufschreiben macht Brain Space frei. Klick um zu Tweeten Für mich ist dabei wichtig, dass dies auf Papier geschieht – also weißer Hintergrund, farbige Schrift, auf meine Denkmuster zugeschnitten.

DAS Tool für mich ist daher der Filofax. Folgende Ansprüche stelle ich an ihn:

  • Schickes Äußeres
  • DIN A5-Papier
  • weißes Papier

Und das war es dann auch schon. Mein Filofax ist schlicht und flexibel, ein einfacher Speicheort eben.

Vorteile des Filofax

Vorab: Kalender sind etwas anderes als ein Filofax. Es gibt Menschen, die beides vereinen. Ich denke jedoch, für Kalender sind IT-Tools die bessere und v.a. flexiblere Variante.

Nutzervorteile

  • schneller Zugriff
  • Möglichkeit Ideen variabel darzustellen
  • farbliche Gestaltungsmöglichkeit
  • kein Medienbruch durch zwischengeschaltete digitale oder auditive Medien
  • passend zum visuellen Lerntyp
  • Aufgaben auf einen Blick
  • individuelle Kodierung von Gedanken
  • durch DIN A5-Format kompakt

Der Filofax im Meeting

  • Suggestion von Professionalität
  • Transparenz, kein "Verstecken" hinter dem Laptop, keine Unterstellungen von Abwesenheit
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Historie von Protokollen, Vereinbarungen etc.

Alternativen

Selbstverständlich sind mir im Laufe der Zeit Alternativen begegnet, die ich aber als für mich unzulänglich betrachte. Alle IT-Tools haben den Nachteil, dass man eben ein Gerät mit sich führen muss – einen schäbigen Laptop, ein Smartphone. Aber wollen Sie sich im Meeting hinter einem Laptop verstecken? Haben Sie den Laptop so schnell hochgefahren/aufgeklappt, wie Ihnen die Ideen kommen? Auch die klassischere Variante der Kladde, also des leeren Buches, hat sich in der Praxis als nicht optimal herausgestellt. Erstens haben diese meist DIN A4-Formal und zweitens, sind diese selbst zu statisch und im Gebrauch zu chronologisch.

Gedankenordnung

Ich möchte nach meinen Gedankengängen und meiner Logik ordnen, nicht nach Chronologie. Und da Gedanken selten dieselben Formen und Farben haben, brauche ich möglichst freien Raum, um diese aufzuzeichnen. Mehr Variabilität als weiße Papierseiten geht nicht. So kommt das, was in meinem Kopf ist (z.B. Ideen), ungefiltert auf das Papier und das, was in meinen Kopf soll (z.B. To Do's, Protokolle), strukturiert in einen Rahmen.

Es würde mich freuen, wenn ich Sie in der heutigen Episode für meinen ständigen Wegbegleiter begeistern konnte.

Haben Sie andere Mittel, um Ihren Brain Space frei zu machen? Oder gar auch einen Filofax -  aber anders, auf Sie zugeschnitten, konzipiert? Lassen Sie es mich wissen!

Haben Sie eine Woche der alten Schule

Ihr OLAF DAMMANN

 

 

Hier noch ein Photo (neben dem Artikelbild) von meinem, diesmal von oben:

  1. Vorn die Stifte, ich braucht’s bunt.
  2. Da sind auch die Kantinenkarten und ,nicht sichtbar, meine Visitenkarten.
  3. Oben drauf die lose Sammlung der aktuellen Aufgaben.
  4. Dann ein roter und ein grüner PostIt für die beiden strategischen Großprojekte.
  5. Dahinter dann die kleinen orangen PostIt’s, die die One on One-Sektionen für meine Leute anzeigen.

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