Heute geht es nur noch einmal um das Thema „nur einmal“ und die damit verbundenen Regeln. Willkommen zur ersten Episode in 2017!

Sie erinnern sich noch an die Episode „nur einmal“? Falls nicht:
Der KLICKTIPP zum Reinhören:
Episode 112 – Nur einmal

Ich habe zu der Episode 112 viele Zuschriften bekommen. Danke dafür! In der genannten Episode ging es um das Thema Disziplin. Viele von Ihnen haben mir dazu geschrieben, dass das strikte Durchhalten kaum möglich sei.

Es geht nicht um Selbstkasteiung

Die Idee war nicht, dass Sie sich durch Ihre eigenen Regelungen quälen. Es darf schon Spaß und Freude dabei sein. In der Episode 112 kam das Beispiel einer Führungskraft, die eigentlich Feedback an einen Mitarbeiter geben wollte, aber es nur einmal sausen ließ. Was macht dann das Gehirn? Es denkt sich: Ach ja...Vereinbarungen können also gebrochen werden.

Regeln schlauer machen

Wenn Sie für sich Regelungen machen, die Sie selbst gar nicht durchhalten können, dann bringt das nichts. Deshalb machen Sie Ihre Vereinbarungen mit sich selbst einfach ein bisschen schlauer. Wenn es heißt: Mitarbeitern 1x pro Tag Feedback geben, können Sie sich einfach Joker einbauen. Das kann ein Abrissblock mit 10 Jokern sein, die erlauben das Feedback ausfallen zu lassen.

Das Gehirn erziehen

Die Joker führen natürlich zum selben Ergebnis, als wenn Sie keine hätten. Nämlich, dass hier und da mal ein Feedback ausfällt. Allerdings mit dem Unterschied: Das Gehirn hat nicht den Eindruck, dass hier eine Regel gebrochen wird, sondern dass die Joker eben Teil der Regel sind. Das Gehirn merkt: Die Regeln werden eingehalten.

Warum machen Regeln das Leben einfach?

Wer sich an seine Regeln hält, der automatisiert Denkabläufe im Gehirn. Das bedeutet, dass der Energieaufwand für Entscheidungen geringer wird. Als Beispiel nehmen wir den Supermarkt. Wenn die Regel lautet: „Ich kaufe nur Produkte der niedrigeren Preisklasse“, dann ist das eine Vorauswahl, die die Gesamtheit der auswählbaren Produkte verringert. Das heißt im Supermarkt bsp. Muss viel weniger Suchaufwand betrieben werden.

Erfolgreiche Menschen haben erfolgreiche Regeln

Also das Gehirn gewöhnt sich an Regeln und automatisiert diese irgendwann. Das bedeutet, dass Menschen mit Regeln, die eingehalten werden, sich auf Wichtiges konzentrieren können und unwichtige Dinge keine Denkkapazität mehr verbrauchen.

Ich wünsche Ihnen einen genialen Start in 2017 und vielleicht ist ja einer Ihrer Vorsätze, sich erfolgreiche Regeln aufzuerlegen und diese auch einzuhalten.

Ihr OLAF KAPINSKI