Ausreden

Menschen nutzen Ausreden vor sich selbst und vor anderen. Dabei sind Ausreden absolut unnötig. Willkommen zur Episode 163!

Jeder von uns kennt Ausreden. Am meisten fallen sie uns auf, wenn wir selbst Opfer der „Ausrede-Strategie“
von anderen werden. Als Beispiel die Werkstatt: Sie haben ein Problem mit dem Auto und der Deal ist, dass Sie es vor dem Wochenende abholen. Wenn Sie freitags dort auftauchen und an Ihrem Auto ist noch nichts passiert, wird Ihnen der Mechaniker eine ganz plausible Erklärung präsentieren. Nur bringt Ihnen die Erklärung nichts und Sie stehen am Wochenende ohne Auto da.

Ausrede vs. Erklärung

Damit sich eine faule Ausrede nicht nach eben einer solchen anhört, stecken die meisten Menschen viel Aufwand in ihre Ausreden. Einzig und allein mit dem Ziel, dass es sich am Ende wie eine Erklärung anhört. Dabei ist es ganz egal, denn eine Ausrede bleibt eine Ausrede, auch wenn sie feierlich als Erklärung verpackt wurde.

Warum lassen sich Menschen zu Ausreden verleiten?

Es ist die Angst davor, die eigenen Ziele nicht zu erreichen. Wenn eine Person verlässlich sein will und dann zu spät kommt, hat sie ihr eigenes Ziel, zumindest für den Moment, nicht erreicht. Meiner Meinung nach hat das alles aber immer mit aktiven Entscheidungen zu tun. Es ist eine Entscheidung zu spät zu kommen. Denn die Dinge, die die Verzögerung begünstigt haben, wurden von der entsprechenden Person angenommen und nicht dem Ziel, nämlich pünktlich sein, untergeordnet. Eine Ausrede brauchen Menschen immer dann, wenn das, was sie abliefern wollen, nicht zu dem passt, was sie tatsächlich abliefern.

Das Selbstbild ohne Ausreden aufrecht erhalten

Das Ziel noch klarer haben, darum geht es ja häufig, vor allem im Führungskontext. Was wollen Sie und wie wollen Sie von anderen beschrieben werden. Eine Ausrede brauchen Sie nur, wenn Sie Konsequenzen zu fürchten haben. Zum Einen können das externen Konsequenzen, beispielsweise von Kundenseite sein. Aber auch die Furcht vor internen Konsequenzen verlangt nach einer Ausrede – vor sich selbst. Wenn Sie eine Ausrede finden, dann können Sie sich Ihr Selbstbild aufrecht erhalten.

Haben Sie klar, wie Sie wahrgenommen werden wollen und richten Sie Ihr Handeln danach aus.

Ich wünsche Ihnen eine Woche ohne Ausreden!

Ihr OLAF KAPINSKI