Heute kommt mal wieder eine Episode aus dem Archiv. In dieser Episode möchte ich Ihnen ein Werkzeug vorstellen, mit Hilfe dessen Sie Dinge leichter und einfacher erledigt bekommen.

LEBEN-FÜHREN Episode 017 - Achten Sie auf die Möpse

Kurz zum Einstieg: Wir sind uns alle einig, dass wir aus einem bewussten und einem unterbewussten Teil bestehen. Grade über das Unterbewusstsein wurde schon viel geschrieben, nachgedacht und geforscht. Mir geht es aber gar nicht darum, das Unterbewusstsein wissenschaftlich zu erörtern, sondern ich möchte wissen, was können wir alles mit unserem Unterbewusstsein anstellen. Wie können wir unser Unterbewusstsein nutzen?

Die Sache mit den Schnürsenkeln...

Das Unterbewusstsein ist unser Freund, denn wie es der Name schon verrät, erledigt es Dinge unterbewusst und wir müssen uns darum nicht aktiv kümmern. Denken Sie doch nur mal an Ihre Schnürsenkel. Jeder kann sie binden und keiner kann fix erklären wie. Grade bei so Sachen wie den Schnürsenkeln laufen wir im Autopiloten. Und auch beim Laufen, läuft es halt einfach. Und natürlich ist es möglich, diesen Autopiloten ganz aktiv einzuspannen und für uns arbeiten zu lassen.

Mit dem Unterbewusstsein spielen...

Denken Sie an folgende Situation: Ihr Tag in der Firma ist vorbei, Sie haben Ihre Sporttasche im Auto, setzen sich in Ihren Wagen und fahren los. Lassen Sie jetzt in dem genannten Gedankenspiel mal beide Sätze auf sich wirken. 1. Satz: Ich muss heute noch zum Sport. 2. Satz: Ich will heute noch zum Sport. Was passiert da bei Ihnen? Ich denke, bei den meisten Menschen löst der erste Satz Stress aus. Wenn Sie sich selbst sagen, dass Sie noch zum Sport müssen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert sicher kleiner, als wenn Sie sagen, dass Sie noch zum Sport wollen. Aber warum ist das überhaupt so?

Der Unterschied zwischen den beiden Sätzen

Viele denken jetzt: Im Endeffekt ist doch eh egal, was ich mir sage. Die Sätze, die Sie denken, hört Ihr Unterbewusstsein. Klingt komisch... okay. Alle Gedanken, die Sie denken, hören Sie. Denken ist ein auditiver Prozess. Wenn Sie die beiden genannten Sätze denken, dann hören Sie sich selber sagen: Ich will/muss heute zum Sport. Die Sätze, die Ihr Unterbewusstsein hört, hält es gegen Ihre Erfahrungen, Ihre Tiefenstruktur. Denken Sie mal an den Satz: Der Mann ist blau.

Was haben Sie gesehen? Einen Mann der betrunken ist oder mit einer blauen Haut? Der Satz ist dermaßen unpräzise, dass Ihr Unterbewusstsein etwas reininterpretieren muss, nämlich alles, was in Ihrer Tiefenstruktur vorhanden ist.

Die Assoziation mit den Begriffen

Und jetzt geht es um Dinge, die Sie erreichen wollen. Wenn Sie sich sagen, dass Sie heute noch zum Sport müssen, was passiert denn da?! Die wenigsten haben eine tolle Assoziation mit dem Ausdruck „Ich muss...“. Ihr Unterbewusstsein hört das auch! Meistens hat „müssen“ etwas mit Dingen zu tun, die andere von einem wollen. Beim „Ich will...“ Geht es mehr darum, was Sie wollen.

Die MÖPSE!

Müssen, wollen, dürfen, kennen, sollen, werden im NLP Modaloperatoren genannt oder auch Mops. Womit wir wieder bei der Überschrift wären. Ich weiß nicht, was die Überschrift für ein Bild in Ihnen ausgelöst hat. Aber Sie haben gemerkt, dass Sie unterbewusst etwas abrufen und dadurch interpretieren. Das ist so trivial. Die meisten denken darüber gar nicht nach. Deswegen mein Angebot: Hören Sie mal Ihren Gedanken zu - achten Sie einfach mal auf die Möpse!

Ich wünsche Ihnen eine Woche ohne Müssen und mit mehr Wollen!

Ihr OLAF KAPINSKI