Heute gönne ich uns eine etwas andere Episode und beschäftige mich mit einem Mythos.
Und zwar dem Mythos „Gute Führung“. Auf der Trainer und Ratgeber-Seite lesen und hören wir ständig von guter Führung. Wenn wir uns dann in die Niederungen der Nachrichtenportale und dort nach, wörtlich, ganz unten zu den Leserkommentaren begeben, ist da nichts. Niemand berichtet von guter Führung, es scheinen nur verkannte und geschundene Genies dort zu schreiben.

Wir sind evolutionär darauf ausgelegt, Schmerzen wahrzunehmen. Und nicht den nicht-Schmerz. Genau so scheint mir das auch in allen anderen Wahrnehmungen zu sein: Die meisten haben den Fokus auf der Wahrnehmung von negativen Dingen.

Es gibt leider noch genug Menschen, die der Meinung sind, dass Führung wehtun müsste. Diese Menschen sehen den Antrieb, Führung zu übernehmen, darin, dass sie anderen vermeintlich Ihren Willen aufzwingen können, dass sie Macht ausüben können. So eine Art von Führung wird dann auch wahrgenommen.

Und sie ist nicht wirksam.

Wirksame Führung ist meines Erachtens sehr unsichtbar. Weil sie sich gut anfühlt. Ich sehe einen Antrieb, der Menschen zu hervorragenden weil wirksamen Führungskräfte macht. Einen Einzigen. Wenn Sie den verinnerlicht haben, lösen sich eine große Reihe Probleme und Führungs-Tricks in Wohlgefallen auf.

Hören Sie mal rein und haben Sie eine liebevolle Woche
Ihr OLAF DAMMANN



Ich habe ein wunderbar zum Thema passendes Buch zu empfehlen:

2 Kommentare

  1. Jan Kriwett 24. März 2017
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    Hallo Herr Kapinski,
    seit dem ich Ihren Podcast nun angefangen habe von der ersten Episode an zu hören ist dies eine der besten Folgen überhaupt. Mit dieser Folge sprechen Sie mir aus der Seele. Ich habe nämlich selber mich oft genug gefragt, warum ich gerne Leute führen will. Geld und Macht habe ich dabei nicht vielleicht am Anfang mal als Motivation gesehen, weil es einem so gesellschaftlich meist vorgegeben wird, jedoch habe ich vorher auch daran gezweifelt, dass ich mich zur Führungskraft eigne. Inzwischen bin ich jedoch zu der Überzeugung gekommen, dass ich aus inneren Überzeugung gerne Leute führen will. Ihre Episode hat mir jetzt auch endlich eine klarere Vorstellung von Führung gegeben, denn es ist ja eigentlich so logisch, dass wenn ich gut Leute führen ich diese lieben muss, damit ich eine stabile Basis habe. Dieses Prinzip habe ich schon in der Jugend als Leiter in der christlichen Jugendarbeit mitbekommen und dort schon mit wachsender Begeisterung praktiziert. Die Prinzipien, die wir dort schon praktiziert haben sollten wirklich auch im Beruf angewandt werden. Aus einem sehr trivialen Grund ist dieses Prinzip der Nächstenliebe ja auch Grundlage jeder großen Religion.
    Ich finde Ihr Statement sehr erfrischend und es gibt sehr viel Mut meiner Überzeugung auch weiterhin zu folgen.

    Vielen Dank

    Jan Kriwett

    • OLAF KAPINSKI 27. März 2017
      Reply

      Hallo, Herr Kriwett
      Vielen Dank für Ihren Kommentar! Bleiben Sie ihrer Überzeugung auf jeden Fall treu, sie scheint es sehr wert zu sein. Sie werden dafür auch mal offen ausgelacht. Und Sie werden dafür sehr oft still bewundert.
      Ich glaube, dass dauerhafter Erfolg mit anderen nur basierend auf der Nächstenliebe funktioniert.
      Machen Sie unbedingt weiter so!
      Ihr OLAF KAPINSKI 🙂

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