Viele Führungskräfte denken, Sie würden entscheiden. Dabei bringen Sie damit häufig nur sich und ihre Mitarbeiter in chaotische Situationen.

„Nur wer entscheidet, ist eine Führungskraft!“ - Fredmund Malik

Diesen Satz kennen Sie vermutlich schon aus früheren Episoden. Ich möchte das Thema Entscheidungen zu erst mal zwischen dem Führungs- und dem privaten Kontext unterscheiden. Die Sache ist: Es gibt keinen Unterschied. Außer, dass einige Führungskräfte im Privatleben wissen, wie man sich entscheidet, im Firmenumfeld allerdings nicht. Also, wie gehen die „Entscheider“ denn zu Hause mit den Wünschen der Familie um? Ein Teil will in den Urlaub, der andere will ein neues Auto... etc. Sie wissen, dass viele Wünsche viele Ressourcen verlangen und daher nicht alle Wünsche der Familie auf einmal umgesetzt werden können.

Wo liegen die Prioritäten?

In der normalen/privaten Welt haben die meisten verstanden, dass es die Ressourcen Zeit und Geld gibt, denen die Wünsche gegenüberstehen. Für jeden neuen Wunsch muss abgewägt werden. Entweder fährt die Familie in den Urlaub oder es gibt ein neues Auto oder, oder... Sie verstehen, worauf ich hinaus will. In Familien oder im Privatleben werden Entscheidungen nach deren Realisierbarkeit getroffen. Im Berufsleben, vor allem in Projektmeetings, erklären dann Manche, dass dieses Projekt doch noch unterzubringen ist. Hier befindet sich das Problem.

Eine Entscheidung fängt immer mit „Nein“ an

Zu irgendetwas „Ja“ zu sagen hat nichts mit Entscheiden zu tun. Üblicherweise handelt es sich dabei um eine Mischung aus: Keine Ahnung, geringster Widerstand und Mitläuferei. Eine Entscheidung fängt immer mit „Nein“ an. Im wirklichen Leben schaffen die Leute das, zu einer von mehreren Optionen (Renovieren, Urlaub, Auto, etc.) „Nein“ zu sagen. Anders geht’s ja einfach nicht. Im Firmenumfeld sagen dann auf einmal alle und überall JA. Was kommt bei raus? Chaos. Die wenigsten Organisationen sind in der Lage zu sagen: Nein, das machen wir nicht. Und dabei müssen Sie nicht bockig werden. Ich denke, die beste Option ist es zu sagen: Ja machen wir, aber dann liegt Projekt x auf Eis. Überlegen Sie sich, welche Ressourcen Sie haben und wo stecken Sie die Ressourcen hin.

Ist zu fast allem „Nein“ zu sagen eine Option? Das hören Sie hier!

Ich wünsche Ihnen eine großartige Woche!

Ihr OLAF KAPINSKI