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Heute geht es darum, wie Sie keine Führungskraft werden. Dazu habe ich Ihnen sieben Karriereverhinderer rausgesucht. Und ich verrate Ihnen etwas: Sie sind vielleicht schon Führungskraft und "brauchen" diese Episode hier nicht - aber! Die folgenden Punkte können Sie auch auf Ihr Leben übertragen, die gelten nicht nur für den Führungskräfte- oder Karrierebereich.

1. Kein Karriere-Plan

Wenn Sie keinen Plan haben, dann haben Sie auch keinen Plan, wo das alles hinführen soll. Mit dem Mindset, dass Sie planlos durch die Gegend arbeiten und irgendwann zur Führungskraft geschlagen werden, kommen Sie nicht weiter. So und dann kommt irgendwer und macht ein Angebot mit dem Sie zum Leader oder Head of werden. Wenn Sie aber gar nicht wissen, wo Sie hinwollen, dann können Sie auch gar nicht entscheiden, ob das das ist, wo Sie hinwollen. Es gibt die Art von Menschen, die befördert werden möchten, aber gar nicht sagen können, wie das Ganze in 10 Jahren aussehen soll. Sich aus Verzweiflung für eine Stelle oder ein Angebot zu entscheiden, wird Sie nicht auf die Sprosse der glücklichen Karriereleiter bringen.

2. Kein Durchhaltevermögen

Führung ist Marathon, kein Sprint. Das haben Sie schon oft von mir gehört. Und das gilt ja nicht nur für den Bereich Führung - das ganze Leben ist ein Marathon. Es wird immer mal wieder anstrengend werden, sowohl in der jetzigen Position als auch bei dem, was noch kommt. Irgendwas ist immer. Wer kapituliert, der wird auch nichts erreichen. Sie gehören eher zu den Menschen, die nicht über ein besonders ausgeprägtes Durchhaltevermögen verfügen? Dann umgeben Sie sich mit Menschen, die das haben.

Boosten Sie Ihre Karriere!

Dr. Bernd Geropp und ich haben für Sie in einem Videokurs eine erprobte Vorgehensweise zur sicheren Befürderung beschrieben. In diesem stellen wir Ihnen das geballte Wissen von mir und Bernd zur Verfügung.

Wir gehen mit Ihnen zusammen den Prozess in seiner ganzen Tiefe durch, mit allem drum und dran. Gemeinsam helfen wir Ihnen dabei befördert zu werden. Mit dabei sind ganz viele Ideen, Erfahrung, Inspiration und Mindset.

3. Passt nicht

Sie passen nicht, wäre an dieser Stelle eigentlich die korrektere Überschrift. Ich möchte hier zwischen interner und externer Beförderung unterscheiden.

interne Beförderung

Wenn Sie intern befördert werden möchten und Sie passen nicht auf die Position, weil Sie die Dinge komplett anders machen, als alle anderen und das auch noch erfolglos, dann liegt es auf der Hand, warum Sie nicht befördert werden. Egal ob es die falsche Kleidung oder falsche Attitüde ist, Sie müssen da "reinpassen".

externe Beförderung

Wenn Sie intern befördert werden möchten, dann sind die genannten Dinge greifbarer: Sie wissen, wie der Laden läuft, wie sich die Menschen in Ihrer Traumposition verhalten und was kurz gesagt der Usus in Ihrem Unternehmen ist. Das alles können Sie so einfach nicht herausfinden, wenn Sie sich extern bewerben. Mein Tipp: Beobachten Sie die Menschen, die das Bewerbungsgespräch mit Ihnen führen. Wie gehen die miteinander um. Und wenn Sie dann dort angestellt sind, passen Sie sich an. Machen Sie die Sachen so ähnlich wie die anderen, um nicht gleich die Revolution zu starten.

4. Unbekannt

Dieser Karrierekiller zählt eher für intern, vielleicht auch etwas für extern. Wenn Sie unbekannt sind, wieso sollten Sie dann befördert werden. Sie müssen bei den Entscheidungsträgern bekannt sein. Es geht hier überhaupt nicht darum, sich einzuschleimen. Sie sollten es vermeiden, den "wichtigen" Personen nachzustellen und den Kontakt zu erzwingen. Das wird nämlich sehr schnell auffällig. Seien Sie ein netter Typ und bauen Sie sich ein Netzwerk auf, das Ihnen Spaß macht. Ganz ehrlich, wenn Sie meinen Sie müssen jetzt Golf lernen, weil der, der die Entscheidungen trifft ein Golfer ist, dann lassen Sie das, wenn Sie darauf keine Lust haben. Ich denke, dann passt auch diese Beförderung nicht zu Ihnen. Und gleichzeitig setzen Sie nicht allzuviel auf das Thema Netzwerk. Die Zeiten der Vetternwirtschaft sind vorbei und die Netzwerke helfen Ihnen nur bedingt weiter. Bleiben Sie dabei einfach kritisch.

5. Egoist sein

Egoisten mag keiner. Das sind die, die keinem helfen, sondern nur sich selber. Sich selbst der Nächste sein und dann obendrauf noch die Erfolge fremder Leute zu sein ist auf jeden Fall ein riesiger Karrierekiller. Es geht dabei auch ein bisschen um Punkt vier. Egoisten sind auch die, die sich mit Leuten aus strategischen Gründen umgeben. Sie werden nicht befördert, weil sie eben oft auffallen. Kleine Hilfestellung für Egoisten: Jeder Ihrer Erfolge ist der des Teams. Jeder Fehler des Teams ist Ihrer...

6. Keine Empathie

Ganz klar: Führung bedeutet mit Menschen zusammenzuarbeiten und das schließt mit ein, dass Sie ein emphatischer Mensch sein müssen. Wenn Sie keinen Bock auf Menschen haben, dann lassen Sie es bitte bleiben. Sie werden nie eine gute Führungskraft werden, wenn Sie sich nicht für die Menschen interessieren. Ihr Mitarbeiter hat die und die Aufgaben, aber er ist eben auch ein Mensch - mit Familie, mit Gedanken, mit Problemen usw. und das müssen Sie als gute Führungskraft sehen. Nur so können Sie einen Zugang zu den Menschen finden und nur so können Sie Vertrauen aufbauen.

Und jetzt für die unempathischen Menschen:

Empathie lässt sich lernen und üben - Sie sind also nicht komplett verloren. Letztlich ist Empathie auch nur ein Verhalten. Verhalten lässt sich ändern. Grundlage dafür ist eine Entscheidung. Sie dürfen sich dafür entscheiden, ob Sie Menschen mögen oder nicht. Sollten Sie Menschen eher so nicht so mögen, dann ist Führung nicht unbedingt das Richtige für Sie.

7. Unreflektiert

Unreflektiert ist der mega Karrierekiller überhaupt. Unsere aller Gehirne sind so gut darin, sich selbst zu schützen. Jemand, der uns einen guten Tipp gibt, der wird oftmals vorschnell abgestempelt. Frei nach dem Motto: Ich kann alles und die Fehler machen die anderen. Egal was passiert: Menschen, die unreflektiert sind, haben immer eine Ausrede aka Erklärung an der Hand. Ganz ehrlich, diese Leute kommen nicht mal auf die Idee, dass an ihrer Version vielleicht noch Luft nach oben ist. Wer Feedback für eine Beleidigung hält, der ist unreflektiert - und dabei gehe ich jetzt einfach mal von einem gut gemachten Feedback aus. Grade wir Führungskräfte kommen aus der Nummer nicht raus. Wir müssen immer wieder neue Dinge lernen, wir stehen immer wieder vor Situationen, die es vorher so noch nicht gab. Wer sich dann hinstellt und alles kann und weiß, der kommt nicht weit. Wer nicht reflektiert, der hat keine Chance.

Ich wünsche eine erfolgreiche Woche!

Ihr OLAF KAPINSKI