576 KI für den Mittelstand wird real

Wenn der Vertrieb sprechen statt tippen kann

Ein Außendienstmitarbeiter beendet seinen Kundentermin und spricht einfach in sein Smartphone: “War heute bei der Schmidt GmbH, haben gut über das neue Produkt gesprochen, Stimmung war positiv…” Was folgt, ist ein automatisierter Dialog mit einer KI, die gezielt nachfragt: Wie ist der Lagerbestand? Wo sind die Produkte platziert? Erst wenn alle wichtigen Informationen vorliegen, wird ein strukturierter Besuchsbericht erstellt und direkt ins CRM übertragen.

Was nach Science Fiction klingt, ist bereits Realität. Die EKM GmbH aus Bayern hat mit “Kimpany” ein KI-Framework entwickelt, das mittelständische Unternehmen dabei unterstützt, generative KI sinnvoll in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren – und zwar ohne die üblichen Datenschutzrisiken.

8000 Rechnungen und zwei Mitarbeiter weniger Stress

Die Beispiele sind beeindruckend: Ein Kunde verschickt monatlich 8.000 Rechnungen. Bei Mahnungen verbringen zwei Mitarbeiter zwei Tage damit, Kundenanfragen zu beantworten. “Können Sie mir die Rechnung nochmal schicken?” – solche Standardanfragen laufen jetzt vollautomatisch über das KI-System. Der Effekt: Massive Zeitersparnis bei einem sehr überschaubaren Anwendungsfall.

Noch spektakulärer ist die Telefon-KI für die bayerische Tierkörperentsorgung. Bauern rufen an, melden ihre verendeten Tiere – und die KI führt strukturierte Gespräche, fragt je nach Tierart die richtigen Informationen ab (beim Pferd die Anzahl der Hufeisen, bei der Kuh die Ohrmarkennummer) und erstellt automatisch den Auftrag im ERP-System.

Eigene Server statt Datenabfluss

Der entscheidende Unterschied zu Consumer-Lösungen: Company betreibt eigene LLM-Server für datenschutzkritische Anwendungen. Bei einem Dekorationsartikel-Händler mit 22.000 Produkten wurden SEO-Texte über Cloud-LLMs generiert – kein Problem, da die Daten ohnehin öffentlich sind. Interne Unternehmensdaten bleiben dagegen strikt lokal.

“Viele Unternehmen erreichen genau das Gegenteil von Datenschutz”, warnt Ralf Kossmann, Geschäftsführer der EKM. “Sie verbieten KI komplett, und die Mitarbeiter schaffen sich dann heimlich kostenlose ChatGPT-Accounts – das ist die schlechtestmögliche Lösung.”

Der Unternehmens-Chatbot als Gamechanger

Besonders clever: der firmeninterne Chatbot. Statt dass jeder Mitarbeiter seine eigenen KI-Tools nutzt, gibt es einen zentralen Assistenten, der das Unternehmen “kennt”. Produktbeschreibungen, Kommunikationsvorgaben, Tonalität – alles ist hinterlegt. Ein Mitarbeiter sagt einfach: “Schreib mir einen LinkedIn-Post über Produkt XY” und bekommt eine Antwort, die den Firmenstandards entspricht.

Die Botschaft ist klar: Wir befinden uns im KI-Klondike. Überall liegen Nuggets herum – aber nur wer sich bückt und sie aufhebt, wird profitieren. Für Führungskräfte bedeutet das: Verstehen Sie die Technologie, entwickeln Sie eine Strategie und handeln Sie jetzt.

Bleiben Sie in Führung
Ihr Olaf Kapinski 🙂

Ralph Kossmann ist nicht nur der Geschäftsführer des Systemhauses EKM GmbH, wir beide sind durch eine lange NLP-Historie miteinander verbunden. Seine Firma kümmert sich um ein ERP für den Mittelstand, ganz klassisch. 

“kümmerTE” sich um ERP. Seit Mitte 2025 entwickelt Ralph eine Plattform, um den Mittelstand mit KI schneller und besser zu machen.

Die KImpany