Die große Frage vieler Führungskräfte lautet heute: Was kann KI eigentlich wirklich für mein Unternehmen leisten? Jenseits der Hype-Diskussionen und TikTok-Versprechen zeigen sich konkrete Anwendungsfälle, die bereits 2025 umsetzbar sind – und solche, die uns noch ein paar Jahre beschäftigen werden.
Kundensupport: Der erste groĂźe Hebel
Im Kundensupport sollten Large Language Models (LLMs) bereits heute die First Line übernehmen. E-Mails lesen, gegen firmeninternes Wissen abgleichen und Standardantworten versenden – das ist technisch trivial. Der nächste Schritt: Voice-Support, bei dem Kunden direkt mit dem System telefonieren können. 📞
Besonders spannend wird Video-Support. Stellen Sie sich vor: Ein Kunde schickt ein 30-sekĂĽndiges Video seiner Softwareprobleme oder filmt eine defekte Maschine. Eine Video-KI analysiert das Material, gleicht es mit firmeninternem Wissen ab und kategorisiert das Problem automatisch vor.
Vertrieb und Marketing: Intelligente UnterstĂĽtzung
Sales-Call-Analysen laufen bereits mit und extrahieren Einwände sowie Next Steps. Noch cooler: Eine App, die Live-Gespräche mitverfolgt und dem Vertriebler sofort die passende Einwandbehandlung aus der Wissensdatenbank liefert – bevor der Kunde seinen Satz beendet hat.
Personalisierte Video-Pitches für Newsletter-Anmeldungen? Absolut machbar. Content Repurposing aus langen Podcasts zu TikTok-Schnipseln? Läuft vielerorts schon automatisiert.
Operations: Von Incident Reports bis Meeting-Protokolle
Operationsmitarbeiter machen künftig nur noch ein Foto oder Video vom Problem – die KI schreibt den Bericht. Meeting-Protokolle werden automatisch transkribiert, Entscheidungen und Aufgaben extrahiert, und das System fragt nach, ob vereinbarte Deadlines eingehalten wurden.
Bei wöchentlichen 1-on-1-Gesprächen mit Mitarbeitern entstehen durchgängige Dokumentationen. Ende des Jahres kann das LLM eine fairere Bewertung erstellen als gestresste Führungskräfte, die nur den letzten Fehler im Kopf haben.
Legal und Compliance: Automatisierte Textanalyse
Vertragsanalysen gegen firmeninterne Standards, automatisches Monitoring von Regelwerksänderungen – hier können LLMs schon heute erhebliche Arbeitszeit sparen. Der Jurist muss nur noch das finale Review machen, nicht mehr die komplette Handarbeit.
Die Grenzen: Wo wir noch warten mĂĽssen
Komplexes Projektmanagement bleibt eine Baustelle. Ein “digitaler Zwilling” fĂĽr GroĂźprojekte, der alle unstrukturierten Informationen sammelt und auswertet – das sehe ich frĂĽhestens 2028-2030. Hier sind wir noch im Bereich der visionären Zukunft.
Der Realitätscheck
Viele KI-Anwendungen scheitern nicht an der Technologie, sondern an der Implementation. Die Bausteine existieren bereits – es geht um Erfahrung und technischen Aufwand bei der Umsetzung. Während TikTok-“Experten” oft Quatsch erzählen, zeigen sich in der Praxis handfeste Möglichkeiten fĂĽr Kostensenkung, Qualitätssteigerung und schnellere Reaktionszeiten.
Kümmern Sie sich um diese Themen – jetzt. Die Unternehmen, die 2026 noch auf KI-Integration warten, werden den Anschluss verlieren.
Bleiben Sie in FĂĽhrung
Ihr Olaf Kapinski 🙂