Die Klagen über den Mangel an IT-Mitarbeiten waren in 2019 allgegenwärtig. Sie sind unbegründet und lenken vom eigentlichen Problem ab: Die Firmen kümmern sich nicht.

Auch die Deutsche Industrie schein begriffen zu haben, dass IT immer wichtiger wird. Nun tun sie das, was sie schon immer getan haben und es wirkt nicht mehr: Im Detail unglaublich schlecht gemacht Anzeigen zur Mitarbeitersuche zu schalten. Als Reaktion auf ihren Misserfolg stimmen alle in den Kanon des Gejammers ein, dass es keine IT-Mitarbeiter mehr am Markt gäbe und jemand anderes bitteschön etwas dagegen tun solle: Die Universitäten sollen mehr ausbilden, andere Firmen mehr Azubis nehmen und die ganz verzweifelten erhoffen sich sogar Unterstützung aus dem Neuland der Politik.

 

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Es werden drei Punkte ins Feld geführt, die ich in der Episode der Reihe nach zerlege. Und am Schluss kommt das eigentliche Problem. Die drei, immer wieder genannten Argumente sind:

Keine Erfahrung

Offensichtlich stehen schon Leute zur Verfügung, nur haben die wohl nicht die gewünschte Erfahrung. Aus leidlicher, eigener Erfahrung kann ich das bestätigen, aber eben nicht so, wie das diese Jammerer vorschieben:

  1. Firmen betreiben antike Systeme. Klar, wenn ich zu geizig war, meine Technik aktuell zu halten, muss ich jetzt ausbaden, dass die letzten Fachleute, die meine Dinosaurier noch bändigen konnten, alle in Rente sind.
  2. Die Frage stelle ich seit ich in 2001 das erste Mal selber eingestellt habe: Woher sollen die Leute denn Erfahrung bekommen, wenn keiner die Newbees einstellt? Self fullfilling Prophicy.

Nicht Qualifiziert

Klingt für den Laien erst einmal schlüssig, entpuppt sich aber ebenfalls als Ausrede:

  1. Sehr oft machen sich Firmen gar nicht erst die Mühe genau zu analysieren, was GENAU gebraucht wird. Da wird dann als Vergleich der Heinz genommen, der seir 20 Jahren den Laden am laufen hält. Klar, so eine Sonderkombination an Qualifikationen wird es wohl nicht oft geben.
  2. Das Alter der Systeme spiel hier ebenfalls wieder hinein.

Außer Acht gelassen wird nur zu oft die goldene Regel:
Hire for attitude, train for knowledge.
Gerade in der IT ist es recht einfach Leute auf andere Themen zu schulen, viel liegt eng beieinander.

Zu Teuer

Dieses Argument ist so lächerlich, dass ich gar nicht darauf eingehe. In der Episode gebe ic Ihnen mehr dazu, allerdings kann ich mir den Zynismus nicht verkneifen.
Das eigentliche Problem
Mitarbeiter müssen mehr einspielen and sie kosten. Das ist die Grundlage jeden Geschäftes und dieser Satz muss für jeden Mitarbeiter im Unternehmen zutreffen. Es kann niemanden geben, der mehr kostet als einspielt.
Und nun schauen wir mal auf die Entwicklung des Wertbeitrages der IT in den letzten 20 Jahren. Huiiii! Egal wie klein ihr unternehmen ist, egal in welcher Branche Sie unterwegs sind: Ohne IT geht nichts mehr.
Schauen wir uns die Gehaltsentwickung im IT-Sektor an, so ist die unauffällig. Wie alle anderen Jobs auch, immer ein kleines bisschen mehr, unspektakulär.

Hier ist der Denkfehler!

Die IT-Mitarbeiter sind für einen drastisch gestiegenen Betrag am Unternehmenserfolg verantwortlich, werden noch so bezahlt wie vor 20 Jahren und alle jammern, die IT ist zu teuer?

Finde den Fehler.

Ihr OLAF KAPINSKI