Die heutige Episode kommt auf einem Hotel in Nürnberg: Ich war gestern als Redner auf dem Management Symposium der ConSozial eingeladen, der größten Messe für die Sozialwirtschaft. Dort habe ich viele Gespräche über Führung geführt und auch einigen gelauscht, dieses hier gab den Ausschlag für die heutige Episode:

Überfordern wir unsere Mannschaften nicht mit den ständig neuen Zielen?

Vielleicht kennen Sie diese Geschichte, ich erinnere mich gerade nicht, wo ich sie das erste Mal gehört habe: Ein Eigentümer lernt das Führen mit Zielen kennen und will das einmal ausprobieren. Also heuert er einen externen Berater an und gibt das Ziel aus, die Firma in einem Jahr um 50% zu vergrößern.

Das klassische 150% Ziel

Das spornt an, fokussiert, alle schwitzen oft tut’s weh. Am Ende des Jahres sind alle stolz auf das Erreichte und die Weihnachtsfeier wird richtig großartig. Dort steht dann der Patriarch auf der Bühne, bedankt sich und sagt,
„Na, dann machen wir das ganze nächstes Jahr gleich nochmal!“
So geht’s nicht. Das ist eine Perversion der Ziele-Idee und ein dumpfes ausnutzen der Belegschaft. Die Leute werden für blöd gehalten.

Darum geht es nicht bei Zielen.

Ziele sollen anspruchsvoll sein. Wenn wir vom Sporttraining nach Hause gehen und nichts weh tut, war’s ja auch nichts. Die Mannschaft darf schon klar haben, dass wir uns permanent strecken. Wollen und sollen. Wenn wir es nicht machen, macht’s halt jemand anderes. Das bessere ist der Feind des Guten und uns schützen immer weniger Transportkosten, Sprachbarrieren und Zollschranken.

Team Ziele Challenge

Dieses Jahr wird das fünfte Mal die Team Ziele Challenge laufen. In den letzten Jahren habe ich ganz viele Zeile aus der richtigen Welt gesehen. Da ging es nie um solch ein simples 150%-Ziel, das waren alles, qua Definition, changes. Ein Ziel ist ein gewünschter End-Zustand, unterschiedlich von Ist-Zustand.

Schaffen Sie's?

Die Team Ziele Challenge. Für erfolgreiche Führungskräfte. Wirksame Ziele mit den Mitarbeitern vereinbart. Ende Januar.

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Ich empfehle immer, bei der großen Idee anzufangen, der Vision. Aus dieser leitet sich dann ein Weg ab, der beschritten wird und die in der nächsten Zeit Handlungsorientierung gibt.
Daraus leiten sich die einzelnen Projekte ab, die dann die Jahresziele bilden.
Es gibt also jedes Ziel nur einmal. Es kann jedes Ziel nur einmal geben. Schlimmstenfalls wurde ein Ziel nicht ganz erreicht und die ersten paar Monate müssen noch auf den Rest des alten Ziels investiert werden. Dann kommt aber ein neues.
Aus meiner Sicht strengt das nur an. Überlastet aber nicht. Menschen fühlen Überlastung, wenn die Ergebnisse des Tuns nicht sichtbar sind. Daher rate ich zu kleineren Projekten, um immer mal wieder Gewinne zu manifestieren. Natürlich dürfen auch mal Zeiten dazwischen sein, die bewusst ohne neues laufen, Dinge brauchen Zeit zum Setzen. Diese Zeiten sollten klar kommuniziert werden, die Mitarbeiter übersehen sie sonst schnell.

Haben Sie eine erfolgreiche Woche
Ihr OLAF KAPINSKI