601 Was Führungskräfte wirklich tun

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen sich: Was macht eigentlich mein Chef den ganzen Tag? Der Kalender ist ständig voll, die Tür meist zu, und wenn man den Chef sieht, hetzt er hektisch von Meeting zu Meeting. Doch hinter dieser scheinbaren Hektik steckt weitaus mehr als nur „wichtig tun”.

Führung beginnt vor dem Arbeitstag

Gute Führungskräfte nehmen ihren Job ein Stück weit mit nach Hause – nicht im Sinne von Herzinfarkt und Burnout, sondern weil sie über strategische Themen nachdenken. Der Weg zur Arbeit, ruhige Momente am Abend: Das sind die Zeiten, in denen die wirklich wichtigen Gedanken reifen. Wer in Führung erfolgreich sein will, muss Lust auf Menschen haben und bereit sein, kreativ zu denken.

Ein typischer Führungstag

Der Tag einer Führungskraft beginnt oft mit strukturierten Mitarbeitergesprächen – den sogenannten One-on-Ones. Was für Mitarbeiter wie ein entspannter Klönschnack wirkt, folgt einer klaren Struktur. Die Führungskraft will verstehen, wo das Team steht, Impulse setzen und wichtige Informationen sammeln.

Dann kommt die Eskalation: Irgendetwas brennt, ein System ist ausgefallen, ein Kunde beschwert sich. Von strategischem Denken muss die Führungskraft blitzschnell ins operative Krisenmanagement wechseln. 💡

Strategiearbeit unter Druck

Um 11 Uhr steht das Strategie-Meeting mit dem eigenen Chef an. Doch nach der morgendlichen Eskalation ist der Kopf alles andere als frei. Für strategisches Denken braucht man Ruhe – die gibt es im Führungsalltag selten. Trotzdem muss man liefern.

Danach folgt vielleicht ein Mittagessen mit Kollegen aus der Buchhaltung. Nicht aus Langeweile, sondern weil gute Führungskräfte ihr Netzwerk pflegen und verstehen wollen, wie andere Bereiche ticken. Wer mit der Buchhaltung gut kann, hat es bei der nächsten Budget-Diskusion deutlich leichter.

Entscheidungen treffen – auch wenn es schwerfällt

Am Nachmittag steht eine wichtige Projektentscheidung an. Die Fakten liegen vor, vielleicht hat man sogar ein LLM um Rat gefragt. Doch das Bauchgefühl sagt etwas anderes als die Daten. Jetzt zeigt sich, was Führung bedeutet: Entweder man entscheidet aus dem Bauch heraus oder man vertagt die Entscheidung bewusst – aber man folgt nicht blind einem Algorithmus.

Menschen führen ist anspruchsvoll

Der Tag endet mit einem schwierigen Performance-Gespräch. Ein Mitarbeiter, der kaum leistet, aber mit großer Selbstüberschätzung auftritt. Betriebsrat ist dabei, HR ist dabei. Solche Gespräche kosten Kraft, testen die eigenen Fähigkeiten – und gehören dazu. ⚡

Zum Abschluss wartet das Team mit guten Nachrichten: Die Eskalation ist gelöst, der Root-Cause gefunden. Das Team will gemeinsam feiern. Auch das gehört zu guter Führung: Erfolge wertschätzen und teilen.

Warum Führung attraktiv ist

Ja, Führung ist anstrengend. Es gibt einen Grund, warum Führungskräfte mehr verdienen. Sie müssen ständig zwischen verschiedenen Themen switchen, echte Entscheidungen treffen und mit Menschen klarkommen – auch mit schwierigen.

Doch für alle, die Lust auf Menschen haben und wirklich etwas bewegen wollen, ist Führung einer der attraktivsten Jobs überhaupt. Denn als Führungskraft erschaffen Sie mit Ihrem Team Dinge, die Sie alleine nie schaffen könnten.

Shownotes

Webinar-Hinweis: Am 10. Juni findet das Webinar “Erfolgreiche Teams aufbauen” statt, 12:30 Uhr. Link konnte nicht gefunden werden – bitte manuell ergänzen.

Weitere Informationen zu LEBEN-FÜHREN Programmen unter leben-fuehren.de

Bleiben Sie in Führung
Ihr Olaf Kapinski 🙂