{"id":10262,"date":"2019-08-05T05:00:26","date_gmt":"2019-08-05T03:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/leben-fuehren.de\/?p=10262"},"modified":"2020-05-17T19:00:24","modified_gmt":"2020-05-17T17:00:24","slug":"251-zu-lange-betriebszugehoerigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/251-zu-lange-betriebszugehoerigkeit\/","title":{"rendered":"251 zu lange Betriebszugeh\u00f6rigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Heute stelle ich Ihnen 10 Punkte vor, die gegen eine (zu) lange Betriebszugeh\u00f6rigkeit sprechen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>In vielen F\u00e4llen ist es so, dass eine lange Betriebszugeh\u00f6rigkeit mit Treue gleichgesetzt wird. Ganz nach dem Motto: Wir sind jetzt eine gro\u00dfe Familie. Das mag auch vor 20 bis 30 Jahren gestimmt haben, blo\u00df sind die Firmen, die heute nach vorne schie\u00dfen noch nicht mal so alt. Wenn in einem Unternehmen Mitarbeiter schon jahrelang dabei sind, dann haben diese sich kulturell an \u201egleich\u201c gew\u00f6hnt.<\/p>\n<h2>Immer gleich ist nicht gleich erfolgreich!<\/h2>\n<p>Gleich bedeutet in diesem Fall: Es gibt immer die gleichen Prozesse, es werden immer die gleichen Dinge getan. Das bedeutet auch, dass Sie Erfolg gew\u00f6hnt sind. Logisch, denn keine Firma w\u00fcrde immer das Gleiche machen, wenn es nicht erfolgreich w\u00e4re. Und dadurch kommen Unternehmen an einen Punkt, den ich schon h\u00e4ufiger hier besprochen habe. Die Innovation bleibt aus. Ich nenne an dieser Stelle nur mal wieder mein geliebtes Beispiel der deutschen Automobilindustrie, die anscheinend immer noch schl\u00e4ft.<\/p>\n<h2>Zu lang oder zu kurz<\/h2>\n<p>Was an dieser Stelle als zu kurz gilt, daf\u00fcr muss jeder seine eigene Grenze festlegen, beziehungsweise sein eigenes Gef\u00fchl daf\u00fcr entwickeln. Bei zu lang bin ich bei f\u00fcnf bis sechs Jahren, vielleicht auch sieben. Acht und mehr Jahre sollten es nur werden, wenn zwischenzeitig signifikante Ver\u00e4nderungen stattgefunden haben. Wer noch l\u00e4nger dabei ist, der kann mir nicht erz\u00e4hlen, dass der Job noch eine Herausforderung ist. Wer etwas erreichen will, bleibt in Bewegung.<\/p>\n<h2>5 Gr\u00fcnde&#8230;<\/h2>\n<h3>&#8230; warum ein zu lange Betriebszugeh\u00f6rigkeit schlecht f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte ist.<\/h3>\n<ol>\n<li>\u00dcber Jahre das gleiche Image pflegen<br \/>\nNehmen Sie einen externen Wechsel als M\u00f6glichkeit, die n\u00e4chste Version von sich selbst zu etablieren. Wenn Sie zu lange in einer Firma sind, besteht die Gefahr, dass Sie Ihre Ver\u00e4nderung ins Positive verhindern. Vielen ist Ver\u00e4nderung auch einfach peinlich und deswegen wird\u2019s nicht gemacht.<\/li>\n<li>Nichts Neues einf\u00fchren<br \/>\nNicht alle F\u00fchrungskr\u00e4fte haben die Gr\u00f6\u00dfe, nach 5 Jahren mal ein neues F\u00fchrungswerkzeug einzuf\u00fchren. Das bedeutet nat\u00fcrlich auch, vor dem eigenen Team zu sagen, dass man selbst noch \u00fcbt und ausprobiert. In einer neuen Firma ist das nat\u00fcrlich viel einfacher. Wenn Sie aus einer Firma raus sind, dann werden Sie Abh\u00e4ngigkeiten los. Stichwort Projekte durchmogeln.<\/li>\n<li>Leichen im Keller<br \/>\nNoch mal zu den Abh\u00e4ngigkeiten. Das ist n\u00e4mlich ein weiterer Punkt. Das m\u00fcssen nicht mal die ganz krassen Geschichten sein, die schon an der Grenze der Illegalit\u00e4t gekratzt haben. Was schon reicht, sind diese kleinen firmeninternen Leichen im Keller. Vielleicht kennen Sie das, Kollege x ist mit Kollege y auf der Weihnachtsfeier und danach wird der Projektantrag doch durchgewunken und man \u201etut sich eben mal solche Gefallen\u201c. Und pl\u00f6tzlich sind Abh\u00e4ngigkeiten da.<\/li>\n<li>Nicht mehr vermittelbar sein<br \/>\nKlar, wenn Sie seit gef\u00fchlten 100 Jahren bei der gleichen Firma sind, wie gut sind dann wohl Ihre Bewerbungsskills? Bleiben Sie im Gespr\u00e4ch mit anderen, damit Sie auch wissen, was auf dem Markt \u00fcberhaupt los ist. Wir m\u00fcssen uns alle verkaufen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Sie werden nicht erfolgreich<br \/>\nErfolg ist nicht das, was Sie gestern gemacht haben oder das, was alle anderen machen. Erfolg ist das Erreichen der eigenen Ziele. Wenn Sie an der Position, an der Sie jetzt sind, ein neues Ziel entwickeln, ist es unabdingbar, dass Sie jetzt irgendwas neu machen.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>KEIN Grund zu wechseln ist&#8230;<\/h3>\n<p>&#8230; den Arbeitgeber erpressen! Also Sie kommen zu Ihrem Chef und erz\u00e4hlen, was f\u00fcr ein tolles Angebot mit x-Mal mehr Gehalt Sie bekommen haben. *Augenzwinger* und was denn jetzt wohl eine gute L\u00f6sung sei. Machen Sie das niemals, bitte! Genauso andersrum. Sie wollen gehen, erz\u00e4hlen Ihrem Chef, dass Sie bei den anderen mehr bekommen und Ihr Chef macht Ihnen daraufhin ein noch besseres Angebot. Auch hier empfehle ich Ihnen, sowas nicht anzunehmen. Sie wollen ja nicht weg, weil Sie zu wenig Geld bekommen und daher sollten Sie sich nicht auf solche Deals einlassen.<\/p>\n<h3>&#8230; warum eine zu lange Betriebszugeh\u00f6rigkeit schlecht f\u00fcrs Unternehmen ist<\/h3>\n<ol>\n<li>Die Mannschaft wird zu bequem<br \/>\nWas wollen Sie denn mit einer Truppe, die seit 20 Jahren immer das Gleiche tut? Versuchen Sie da mal, eine neue Idee umzusetzen, dann ist aber was los! So ein Team ist es nicht gewohnt, mal ins Risiko zu gehen, denn was Neues ausprobieren, bedeutet genau das.<\/li>\n<li>Das Team erzeugt nichts Neues aus sich heraus<br \/>\nWenn die Organisation seit Jahren einfach nur funktioniert und immer die gleichen Abl\u00e4ufe gewohnt ist, glauben Sie, da k\u00e4me jemand mit einer neuen, innovativen Idee? Die Organisation wird nichts Neues hervorbringen. Und daraus ergibt sich schon Punkt 3.<\/li>\n<li>Eine Hackordnung etabliert sich<br \/>\nDa geht\u2019s unter anderem auch um Abh\u00e4ngigkeiten. \u201eTu mir nicht weh, dann tu ich dir nicht weh! Und ach die Nette aus der Buchhaltung!\u201c Da werden dann irgendwelche Sachen untereinander gemauschelt, ganz nach dem Motto \u201eLeben und leben lassen!\u201c Auf Dauer wird durch solche Dinge Ihre Organisation verkrusten.<\/li>\n<li>Ein unanst\u00e4ndiges Gehaltsgef\u00fcge<br \/>\nAngenommen die Mitarbeiter sind seit 20 Jahren da, bedeutet also, dass sie jede Gehaltserh\u00f6hung mitgenommen haben. Das hei\u00dft auch, dass eben diese Leute von allen guten Phasen profitieren, wom\u00f6glich, ohne die notwendige Performance zu leisten. Der Feind des Erfolges von morgen, ist der Erfolg von gestern. So viel dazu!<\/li>\n<li>Das Recruiting ist schlecht.<br \/>\nWenn Sie nur ein mal pro Jahr jemanden einstellen, wie gut l\u00e4uft dieser in Vergessenheit geratene Prozess dann? Wenn Sie nicht st\u00e4ndig im Bewerbergespr\u00e4ch sind, kriegen Sie auch nicht raus, wie gut Ihre eigenen Leute sind. Ihre ganze Organisation bleibt untrainiert. Und pl\u00f6tzlich geht eine halbe Abteilung in Rente, und nu?<\/li>\n<\/ol>\n<h3>KEIN Grund ist Kontinuit\u00e4t<\/h3>\n<p>Manche denken, wenn ich viele alte Mitarbeiter in einer Firma habe, habe ich eine Kontinuit\u00e4t in meinem Unternehmen. Ich finde, Sie haben dann einfach eine langweilige und vielleicht sogar faule Mannschaft. Kontinuit\u00e4t kann auch durch eine saubere Prozessdokumentation hergestellt werden und nicht nur durch ein Team, das seit 20 Jahren zusammen arbeitet.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen eine tolle Sommerwoche!<br \/>\nIhr OLAF KAPINSKI <i class=\"fa fa-smile-o\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/p>\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5465\"><div class=\"fw-wrap-boxed-media fw-wp-audio-shortcode\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-10262-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/leben-fuehren.de\/cast\/LF251.m4a?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/leben-fuehren.de\/cast\/LF251.m4a\">https:\/\/leben-fuehren.de\/cast\/LF251.m4a<\/a><\/audio><\/div><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_m4a\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"https:\/\/leben-fuehren.de\/cast\/LF251.m4a\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/?powerpress_pinw=10262-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/leben-fuehren.de\/cast\/LF251.m4a\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"LF251.m4a\">Download<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer zu lange in einem Betrieb ist, der kommt nicht weiter &#8211; und das Unternehmen \u00fcbrigens auch nicht!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10289,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-10262","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-podcast"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10262"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10262\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10289"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/leben-fuehren.de\/r3\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}